Qualität seit 130 Jahren

Was ist Loden?

Loden wird aus hundert Prozent natürlicher Wolle hergestellt. Diese wird in bis zu 40 aufwendigen Schritten verarbeitet. Die Wolle wird zu Garn gesponnen, das dann zu einem Wollstoff verwoben wird. Unter Walken versteht man das "Kneten" des nassen Stoffes, bis er sich verfilzt. Dadurch entstehen Eigenschaften, die das traditionelle Gewebe zu einem natürlichen Funktionsstoff machen. Seit jeher wird dafür Schurwolle von österreichischen Bergschafen verwendet. Um die Lodenqualität zu veredeln, wird auch feine Wolle von anderen Tieren beigemischt. Dazu gehören Alpakas, Merinoschafe, Angorakaninchen und Kaschmirziegen.

Von Wolle zu Loden


Viele Menschen kennen das Wort Loden, aber sie wissen nicht, wie er hergestellt wird und welche Arbeit dahinter steckt. Die Herstellungsmethode hat sich trotz des enormen technischen Fortschritts in den letzten 500 Jahren nicht sonderlich verändert. Natürlich könnten einige Herstellungsprozesse durch Maschinen ersetzt... oder sagen wir besser "erleichtert" werden... denn ohne die fleißigen Hände unserer Mitarbeiter würde es trotzdem nicht funktionieren. Das Kernelement der Lodenproduktion ist das Walken. Ohne das Walken wäre der Loden nicht Loden. Aber dazu später mehr. Fangen wir ganz am Anfang an. Mit dem Rohmaterial Wolle.

Der Rohstoff 

Unsere Rohstoffe sind feine Tierhaare, die wir größtenteils auf den internationalen Märkten beziehen. Bei der Auswahl unserer Lieferanten achten wir darauf, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Deshalb können wir auch mit Stolz verkünden, dass unsere Produkte mulesingfrei sind. Wir beschränken uns auf die gängigsten Wollsorten. Dazu gehören die Schurwolle des Bergschafs, des Merinoschafs, des Alpakas, des Angorakaninchens und der Kaschmirziege.


Alpaka

Alpakawolle ist für ihre wärmeregulierenden Eigenschaften bekannt. Das Haar ist im Inneren hohl und kann
 Körperwärme besser speichern als jede andere Wolle. Die Anleitung gegen kalte Füße: einfach unter eine eine
 Alpakadecke stecken. Das Haar absorbiert die kalte Feuchtigkeit, ohne sich nass anzufühlen. Die Füße werden
warm und trocknen sehr schnell. Alpakawolle hat auch eine antibakterielle Wirkung, weil sie sehr wenig Wollfett
 (Lanolin) enthält. Ohne dieses Wollfett können sich Bakterien nicht vermehren und absterben. Deshalb sind
 Alpakadecken wunderbar für Allergiker geeignet.


Merino

Merinowolle ist besonders beliebt, weil sie angenehm weich ist. Die Schurwolle des Merinoschafs ist
besonders fein und elastisch. Sie liefert zwischen zwei und drei Kilogramm feinster Wolle pro Jahr.
Bei Schurwolle denken viele Menschen sofort an "das muss kratzig sein". Mit Merinowolle sind sie auf
der sicheren Seite. Unsere Produkte aus reiner Merinowolle sind kuschelig weich. Am besten, Sie
überzeugen sich selbst.


Österreichisches Bergschaf

Das Besondere an der Bergschafwolle ist, dass wir sie von unseren heimischen Bauern beziehen
 können. Die Die Tiere werden zweimal im Jahr vor und nach der Alpsaison geschoren. Und genau
zu diesen Zeiten bringen uns die regionalen Bauern die frisch geschorene Wolle. Unsere Bergschaf-
Decken sind besonders beliebt, da sie sehr robust und strapazierfähig sind. Und genau deshalb war
 und ist Loden bei Bauern, Jägern und Traditionsliebhabern sehr beliebt war und ist. Sei es die
 Arbeitshose, das Wetterpflaster oder die Schladming-Jacke.


Edelhaar

Die Luxusversion besteht aus der Wolle des Angorakaninchens und der Kaschmirziege. Es geht
kaum kuscheliger als das. Angorawolle wird aufgrund ihrer wärmenden und schweißabsorbierenden
 Eigenschaften eine heilende Wirkung zugeschrieben. absorbierenden Eigenschaften.
 Kaschmirziegen und ihre Wolle stammen aus dem asiatischen Raum. Ihr Woll Ihr Wollfell ist dicht,
 weil sie unter harten Bedingungen in einer Höhe von etwa 4000 Metern bei Temperaturen von bis
 zu minus 40 Grad. Das Edelhaar wird aus der Unterwolle gewonnen.

Die vielen Eigenschaften des Lodens

Das Herzstück der Lodenproduktion von Steiner1888 ist das Walken. Dieses Verfahren verdichtet das Wollgewebe und schafft einen natürlichen Wetterschutz. Das Material wärmt, atmet und regeneriert.

WASSER ABWEISEND

Durch die dichte Oberfläche und den natürlichen Fettgehalt der Wolle entsteht eine Imprägnierung. Je nach Stärke des Regens können mit einem Steiner1888-Produkt mehrere Stunden in der Nässe verbracht werden.

FEUCHTIGKEITSSPENDEND

Die Wollfaser kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Die Feuchtigkeit wird von der Faser aufgenommen und langsam wieder abgegeben.

WINDABWEISEND

Die gefilzte Oberfläche des Lodens von Steiner1888 schrumpft beim Walken. Dieser Prozess bindet die Fasern zu einer windabweisenden Struktur zusammen.

ATMUNGSAKTIV

Trotz der dichten Oberflächentextur des Lodens sind seine Fasern in der Lage, sowohl Körperwärme als auch kalte Luft zu speichern. Das sorgt für einen guten Wärmehaushalt.

SCHWER ENTFLAMMBAR

Aufgrund seines natürlich hohen Proteingehalts ist Loden wenig anfällig für Funkenflug und Feuer. Im Gegensatz zu Kunstfasern ist er daher schwer entflammbar.

GERUCHSHEMMEND

Wolle hat die Fähigkeit, Gerüche zu neutralisieren. Synthetische Fasern müssen nach einmaligem Tragen gewaschen werden. Bei Loden genügt ein einfaches Lüften, um Schweiß und Ähnliches aus den Fasern zu entfernen.

WIE GEHT ES WEITER?

Loden: 40 Produktionsschritte entfernt

Um Loden aus Wolle herzustellen, sind rund 40 aufwändige Produktionsschritte erforderlich, die größtenteils von Hand ausgeführt werden. Unabhängig davon, ob der Stoff zu einer Decke, einem Kleidungsstück oder einem Möbelstoff werden soll, erfordert die Lodenherstellung viel Geschick und Liebe zur Handwerkskunst. Wie unsere Großeltern und Urgroßeltern spinnen, weben und verweben wir Loden noch immer in unserer eigenen Fabrik.